Auszug aus dem Artikel auf VOL.at (Vorarlberg online):

Da die Arbeitslosigkeit bei Menschen mit Behinderungen zuletzt stark gestiegen ist, fordert der Behindertenanwalt des Sozialministeriums, Erwin Buchinger, nun eine „Beschäftigungsoffensive” für Menschen mit Behinderung.

Die Lockerung des Kündigungsschutzes für Behinderte sieht er indes als Flop. Seit 2011 greift der Schutz bei neuen Jobs nicht mehr nach sechs Monaten, sondern erst nach vier Jahren. Einen positiven Beschäftigungseffekt hat das laut Buchinger jedoch nicht gebracht. Im Tausch für ein wirksames Gesamtpaket im Sinne der behinderten Beschäftigten wäre Buchinger aber bereit, der Streichung des Kündigungsschutzes zuzustimmen.

Neben höheren Strafen (“Ausgleichstaxe”) für Unternehmen, die keine Behinderten einstellen, fordert Buchinger ein “Beschäftigungspaket”: Geschützte Arbeitsstätten sollen ausgebaut werden, insbesondere mit Schwerpunkt auf Vermittlung in den regulären Arbeitsmarkt. Das AMS soll Behinderte als eigene Zielgruppe definieren. Einstellungsbeihilfen in der Privatwirtschaft sollen ausgeweitet und im Bundesdienst eine Ausnahme für Behinderte vom Einstellungsstopp fixiert werden.

Kosten würde das Arbeitsmarktpaket laut Buchinger bis zu 150 Mio. Euro, zusätzliche 50 Mio. Euro würde die sozialversicherungsrechtliche Absicherung der 24.000 Menschen in geschützten Werkstätten kosten, die derzeit nur ein Taschengeld erhalten.

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